Mein Märchenschloss – Burg Stahleck in Bacharach

Ich habe mit diesem Blog erst vor ein paar Monaten begonnen, aber ich wünschte mir, ich hätte schon während meiner Unizeit vor zehn Jahren begonnen. Ich bin damals so viel gereist, dass ich unzählige interessante Berichte hätte schreiben können. Eine Reise, die nun mittlerweile acht Jahre zurückliegt und mir trotzdem seitdem in bester Erinnerung geblieben ist, ging nach Bacharach und ich werde sie jetzt hier vorstellen, da sie wirklich zu meinen absoluten Favoriten gehört.

 

Ihr habt noch nie von Bacharach gehört? Keine Sorge, das haben die Wenigsten. Bacharach ist ein kleines Städtchen in Rheinland-Pfalz, direkt am Rhein gelegen, mit weniger als 2000 Einwohnern. Ich hatte im Voraus auf einem Reise-Blog gelesen, dass es sich um ein gemütliches, märchenhaftes Dorf inmitten einer malerischen Landschaft handelt, dessen Schloss zu einer Jugendherberge umfunktioniert wurde. Ich musste also unbedingt hin!

Nachdem ich zu unglaublich günstigen Bedingungen in der Burg Stahleck gebucht hatte (20€ pro Nacht für ein Einzelzimmer eigenem Bad, Frühstück und Abendessen!), habe ich mich also eine Woche vor Weihnachten mit dem Zug auf den Weg nach Bacharach gemacht. Ich bin abends am Bahnhof angekommen und stieg dort an einem grasbewachsenen Bahnsteig aus. Das Städtchen ist so klein, dass es dort noch nicht einmal Geschäfte oder München gibt, die man nach dem Weg hätte fragen können. Als ich aufsah, entdeckte ich sofort die weihnachtlich beleuchtete Burg auf einem Berg. Aber wie sollte ich da hochkommen? Ich machte mich also im Mondlicht mit meinen leichten Turnschuhen auf den Weg, lief über schlammige Feldwege und fand erst nach ca. einer Stunde den richtigen Weg. Ich wollte ja unbedingt einen Abenteuer-Urlaub – da hatte ich ihn also! Als ich in der Burg ankam, checkte ich ein und ging sofort schlafen. Am nächsten Morgen entlohnte mich der atemberaubende Blick auf die umliegenden Täler und den Rhein allerdings für die vorabendlichen Strapazen. Ich blieb mehrere Tage auf der Burg und hatte seitdem nie wieder einen so erholsamen Urlaub. Ich muss unbedingt noch einmal bei besserem Wetter zurück nach Barach.

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